Krebs ist Pech – und nun?

Es ist das Rauchen, die falsche Ernährung, die Umweltgifte und so weiter: Diese Gründe werden immer wieder als Ursache für den Krebs genannt. Tatsächlich ist schlicht und einfach Glück, dass man von Krebs verschont bleibt. So sind Genetiker durchaus überrascht, dass es nicht viel mehr Menschen mit Krebs gibt.

Der Grund: Krebs ist einfach erklärt ein Kopierfehler, der Auftritt wenn sich Zellen teilen. Bei Milliarden von Zellteilungen ist das Risiko rein mathematisch sehr gross. Rauchen und andere Risikofaktoren erhöhen das Risiko nur noch mehr. Soweit die wissenschaftlichen Fakten.

Man kann also mit seinem Lebenswandel nur bedingt beeinflussen, ob man Krebs bekommt oder nicht. Es ist schlicht und einfach Glück oder Unglück. Wie soll man damit umgehen?

Damit zu meiner ganz persönlichen Einschätzung:

Meine Frau weiss eigentlich seit einem halben Jahr, dass sie Lungen-Krebs hat (beziehungsweise am Anfang war die Diagnose ein Tumor ohne zu Wissen ob er bösartig ist). Sie hat stets gezögert. Eine Operation hat sie hinausgezögert bis ihr der Chirurg sagt, jetzt läuft die Zeit ab.

Das Resultat: Der Tumor war innerhalb von drei Monaten stark gewachsen. Die Operation war entsprechend grösser. Die Erholung dauert an. Durch das wurde alles weitere verzögert. Der Tumor breitete sich nun weiter aus, hat weitere Organe befallen. Die Überlebenschancen sind inzwischen sehr gering. Eine Chemotherapie lehnt meine Frau ab, und würde vielleicht auch nicht mehr viel helfen.

Deshalb handeln: Es bringt nichts mit seinem Schicksal zu hadern. Es bringt nichts zu überlegen, weshalb es gerade einem getroffen hat. Es gibt nur einen richtigen Weg mit Krebs umzugehen: Handeln. Man sollte eine Operation und andere Behandlungen nicht hinauszögern. Wenn die Chancen für eine wirksame Behandlung bestehen, sollte man die die Chance wahrnehmen. Man wird es sonst bereuen.


 
 
 

Kommentar abgeben: