Das Geschäft mit der Todesangst

Mit ängstlichen Menschen lässt sich gutes Geld verdienen. Das wissen Geschäftsleute die Alarmanlagen einbauen, Versicherungsvertreter und auch die Pharmaindustrie mit ihren Krebsmedikamenten nur all zu gut. Das ist jetzt sehr zugespitzt. Tatsächlich machen Versicherungen, Alarmanlagen und Medikamente natürlich tatsächlich oft auch Sinn.

Aber eigentlich geht es mir auch um eine ganz andere Personengruppe: Wunderheiler. Also Personen die versprechen, sie können auch Krankheiten heilen bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen kommt. Da der Kranke verzweifelt ist, steigt er auf das Angebot ein.

Und damit zur Frage: Was soll man als Angehöriger tun? Einerseits kann man solche Wunderheiler recht einfach entlarven. In meinem Fall geht es um eine Behandlungsmethode eines mexikanischen Arztes (zumindest behauptet er, dass er Arzt ist).

Da liest man zum Beispiel von einer 98-prozentingen Erfolgschance. Schreiben kann man auf der eigenen Internetseite viel. Dazu kommt, dass auf mexikanischen Seiten behauptet wird, dass man mit der Methode auch Aids und Krebs behandeln kann. Bei deutschen Naturheilern, die die Methode auch anbieten, fehlen diese Krankheiten auf den Webseiten – und zwar ausnahmslos.

Doktortitel selbst verleiht?

Noch schwerwiegender scheint jedoch, dass sich dieser Arzt mit dem Doktor-Titel der Universität Oxford schmückt. Gemäss meinen bisherigen Recherchen stimmt dies jedoch nicht. Tja, im Internet lässt sich halt vieles behaupten.

Aber nun kommen wir zum „Andererseits“. Soll man dies alles nun dem todkranken Angehörigen sagen? Denn eigentlich will man ihm die Hoffnung nicht nehmen. Ohne Hoffnung stirbt die Person schliesslich schneller.

Aber man sollte ja auch keine Wunderheilder unterstützen, die ein Geschäfte mit der Todesangst machen. Diese können so ihr Geschäft immer mehr verbessern – und ziehen noch mehr Menschen ohne Hoffnung das Geld aus der Tasche.

Für Angehörige ein wahres Dilemma.

P.S.: Ich werde hier im Blog über die verschiedensten Methoden berichten, die nichts oder auch etwas gebracht haben.


 
 
 

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