Gemeindepräsident tritt wegen Drohungen zurück
Wir verstehen uns als Hort der Demokratie, als Hort der Meinungsfreiheit. Wir verurteilen, wenn Meinungen unterdrückt werden. Wir zeigen mit den Fingern auf Menschen, welche ihre Frauen nicht das Recht geben selbst zu entscheiden.
Doch wie sieht es mit der eigenen Toleranz aus? Ich war recht erschüttert, als ich bei „Schweiz aktuell“ den Bericht über den Gemeindepräsidenten von Spreitenbach sah. Er ist Gemeindepräsident einer Gemeinde mit einem Ausländeranteil von über 50 Prozentund berichtete recht distanziert, dass es einerseits Herausforderungen gibt mit den Ausländern zusammen zu leben. Deshalb setzte er die Regeln die in der Schweiz gelten durch. Andererseits sagte er, dass die Ausländer aber auch eine Bereicherung seien (siehe den Bericht hier).
Es handelte sich nicht um einen linken Politiker, welchen allzu oft vorgeworfen wird, sie hätten eine rosarote Brille auf. Nein, es handelt sich um einen bürgerlichen Politiker der FDP. Ein Politiker, welcher wahrscheinlich besser als die meisten anderen seiner Kollegen weiss, was es heisst einen hohen Ausländeranteil in einer Gemeinde zu haben.
Der Gemeindepräsident ist nun zurück getreten. Weil ihm die vielen Probleme mit seiner Gemeinde überlasteten?
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