Monatsarchiv für März 2010

 
 

Super-Milliardär mit Schmerz

Kleines Rätsel: Wie würden Sie jemanden nennen, der mit seinen Monopolen die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes verhindert, womit tausende Menschen in die Armut abdriften, der dank Korruption einen Staatsbetrieb viel zu günstig übernehmen konnte und sich damit eine goldene Nase verdiente. Ganz klar: So jemanden nennt man Super-Milliardär mit Herz! Fertig gebracht hat dieses Kunststück der Blick am Abend. Offenbar liess man sich von den Aussagen des Popsternchens Shakira blenden.
Tatsächlich macht der Mexikaner Carlos Slim, um den es hier geht, viel weniger Gutes als im Artikel dargestellt. Carlos Slim habe über 100 Millionen Dollar in seine Stiftung gesteckt. Dabei wird nicht erwähnt, dass er dies nur ungern machte. Tatsächlich hatte Slim jahrelang Wohltaten von Bill Gates und anderen US-Amerikanern kritisiert. Der Super-Milliardär sagte, er helfe der Bevölkerung schliesslich schon mit seinen Firmen. Erst der Unmut und sein sehr schlechtes Image in der Mexikanischen Bevölkerung bewegten ihn zum umdenken. Wobei es sich bei den 100 Millionen um Peanuts handelt. Bill Gates hat bisher mehrere Milliarden in seine Stiftung investiert.


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